Dsching-Dsching

 
   
Die Geschichte von Dsching-Dsching

Dsching-Dsching ist der Sohn von Moppel und noch irgendwem - einem Birmakater oder so was ähnlichem. Den Rotzlöffel habe ich mit der Flasche großgezogen. Dementsprechend zutraulich war er, er lief mir hinterher wie ein Hund und liebt mich abgöttisch. Dschingi war insgeheim meine Lieblingskatze. Aber nur insgeheim. Die anderen sind ja auch supersüß. Und intelligent war dieser Kater!

Dsching-Dsching starb im Februar 2004 an den Folgen einer Katzenseuche, die ich zwei Jahre zuvor durch Kater Mäxchen eingeschleppt hatte. Ich mußte ihn einschläfern lassen. Er hatte die Seuche zwar mit Klinikaufenthalten und viel Liebe überlebt, aber die inneren Organe waren doch angegriffen, und nach zwei Jahren war er am Ende.

Ich habe Dsching-Dsching sehr geliebt. Zu ihm hatte ich eine ganz besondere Beziehung wie nie zuvor und nie wieder mit einer Katze. Ich denke auch heute noch häufig an ihn, was immer mit vielen Tränen verbunden ist.


Nachfolgend ein Beispiel seiner Intelligenz:

Mein Mann (der leider leider mit 39 gestorben ist) hatte einen Tumor in der Wirbelsäule. Der drückte die Nerven im Bein ein wenig ab, so dass er humpelte. Zu dieser Zeit kümmerte ich mich natürlich mehr um ihn als um die Katzen (5 waren es damals). Die anderen haben das akzeptiert, aber Dsching-Dsching fand das nicht so toll. Er meckerte rum. Den habe ich mit der Flasche großgezogen und der ist völlig auf mich fixiert. Soweit die Vorgeschichte.

Eines Morgens humpelte Dsching-Dsching. Ich beschloß, das zu beobachten und dann am nächsten Tag zum Tierarzt zu fahren. Er wurde im Laufe des Tages immer jämmerlicher. Er konnte nicht mehr auf die Fensterbank springen und abends kam er noch nicht mal mehr auf unser Bett. Der "arme Kerl" prallte beim Versuch, dort rauf zu kommen, an der Seitenwand ab und lag dann da auf dem Boden und weinte... Am nächsten Morgen war es noch schlimmer. Er zog ein Bein quasi hinterher. Ich habe ihn dann sofort in seinen Korb gepackt und bin zum Tierarzt. Die hat dann alle möglichen Untersuchungen gemacht mit Röntgen etc etc. Was mich ein wenig wunderte, war der stille Dsching-Dsching, der sonst beim Arzt immer Terz macht. Er guckte irgendwie ein wenig schuldbewußt, hatte ich das Gefühl. Noch noch nicht mal beim Fiebermessen hat er aufgemuckt. Die Tierärztin sagte, sie könne beim bestem Willen nichts finden und gab ihm noch eine schön schmerzhafte Vitaminspritze zum Abschied. Selbst dazu hat er nichts gesagt. Da hockte er nun wie ein Häufchen Elend in seinem Körbchen und sagte keinen Ton. Als er sah, dass wir zuhause angekommen waren, hat er dann einen großen Haufen in seinen Korb gelegt. Mit voller Absicht, behaupte ich. Ich dachte mir, bevor ich diese Schweinerei mit ins Hause nehmen, hole ich das Kissen lieber im Garten raus und spritze es ab. Also öffnete ich den Korb auf der Treppe zum Garten und wie ein Irrer raste mein armer todkranker Kater Dsching-Dsching die Treppe hoch und durch den Garten.
Er hat nie wieder gehumpelt.

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