Und wieder Herbst. Die Wolken fliehen
vom starken Wind gehetzt von Süd nach Ost.
Von Pappeln sieht man gelbe Blätter stieben.
Von Buchen kleine, blutigschwarz wie Rost.

Der Boden ist jetzt weich und naß unter den Schritten,
als biege er sich unter seiner Last
von Laub und Alter. Weit fort schon ist die Jahresmitte,
und Dunst verfärbt das Sonnenlicht zu Glast,

der langsam dunkelt, noch durchsichtig zwar,
doch dicht am Boden schon sehr grau und weiß.
Aus Wasser steigt er leise: zum Beweis,

daß jetzt die Macht der Wärme ist gebrochen:
Die Kühle ist mir schon ins Herz gekrochen
und kauert zitternd dort, den Rest vom Jahr.

[Abschied vom Sommer]  Oktober 1979

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