Was hab ich nur getan?



19. Juni 1965
Dagmars Geburt
morgens um sechs, 52 cm, 3200 Gramm, lange blonde Haare
- und lange Fingernägel!

Anfang 1966
Umzug nach Offenbach
wo mein Vater als Banker gearbeitet hat und ich als nahezu einzige Erinnerung habe, in eine Biene getreten zu sein. Aua !

1. April 1969
Geburt meines Bruders Rainer
... den ich immer wunderbar ärgern konnte;
er kriegte dann ein blaues Gesicht unter roten Haaren - klasse

Anfang 1970
Umzug nach Krefeld-Uerdingen
natürlich wieder aus beruflichen Gründen meines Vaters
- die liebe Karriere...

1970 - 1971
Dagmar im Kindergarten

wo einmal ein Taschentuch mit einem Rehkitz drauf
aus meinem Brustbeutel ins Klo gefallen ist und
runtergespült wurde und ich unerlaubterweise laut
heulend alleine nach Hause gerannt bin

1971 - 1975
 der Ernst des Lebens beginnt: Grundschule

Ich war immer die Klassenbeste - das gab es danach auch nie wieder

1975 - 1980
Gymnasium am Stadtpark, Uerdingen
Das waren noch Zeiten, als wir unseren Mathe-Lehrer, Herrn Nagel,
im Wandschrank einschlossen...

1980 - 1982
Ter-Meer-Schule, Krefeld
Neue Schule, neues Glück
Wegen  z i e m l i c h   schlechter Noten in Latein, Mathe und Chemie
das Schuljahr auf dieser Schule wiederholt,
aber dann immerhin Fachoberschulreife  mit 1,9.
Ach ja, und das Klassenbuch verbrannt. Das gab ein Feuerchen !

1982 - 1985
Ausbildung
Nach einer gewissen Zeit stellte sich heraus, daß mein Ausbilder
als Kind in dem Haus neben meiner Oma gelebt hatte
und mein Vater oft mit ihm im Sandkasten gespielt hat.
Das kam dem Arbeitsverhältnis natürlich sehr zugute.

1985 - 1992
Gesundheitsamt Stadt Krefeld
Leute, laßt Euch impfen !!!

1. April 1992 - 31. Dezember 1993
Assistentin des Vertriebsleiters
Gammadata Computer GmbH, Ratingen
Those were the days... Alle drei Wochen zum Vertriebsmeeting
nach München fliegen, mit dem Vertriebsleiter
bis abend halb neun am PC Flipper spielen.
Aber gearbeitet haben wir auch hin und wieder,
sehr viel und vor allen Dingen lange.
Trotzdem die schönste Arbeitsstelle, die man sich so vorstellen kann

1. Januar 1994 - 31. Dezember 1994
Vertriebsassistentin Geschäftsleitung
Schweers Informationstechnologie, Krefeld
Michael Schweers ist der Mensch, der die verhaßten
Knöllchen-Geräte, Politess genannt, entwickelt und baut.
Und ich mußte helfen, sie zu verkaufen !!!

Dezember 1994
Umzug nach Stuttgart -
von wegen die Liebe natürlich

Die Liebe hieß Raphael und wurde mein Mann. Ab Mitte 1994
und die zwei folgenden Jahre war ich wunschlos glücklich.
Die schönste Zeit meines Lebens

1. Januar 1995 - 30. September 1995
Assistentin des Niederlassungsleiters
FileNet GmbH, Leinfelden-Echterdingen
Die Firma war von meinem Wohnort aus wegen der lächerlichen  Entfernung
von nur 50 Kilometern nur per Motorrad zu erreichen.
Mit dem Auto dauerte es 2 1/2 Stunden. Jede Menge Knollen gekriegt
wegen Durchfahren zwischen den Autos im Stau.
Aber sonst: tolle Firma, Zentrale in Bad Homburg. Bewerben lohnt !

Mitte September 1995
Umzug nach Schweinfurt
Weil ein Headhunter meinte,Raphael eine Stelle in der
Presseabteilung der Sachs AG anbieten zu müssen.
D a s  Schnäppchen für einen Redakteur bei der
Motorpresse Stuttgart!
Übrigens: Immer noch wunschlos glücklich

1. April - 31. Dezember 1996
auf eigenen Wunsch nicht berufsstätig

Und nicht mehr wunschlos glücklich, obwohl wir
am 23. Mai 1996 geheiratet hatten
und ich nun nicht mehr Hollenstein, sondern Schmidt hieß.
Raphael wurde krank. Ein Chondrosarkom! Bösartig! Nach
zehn Jahren Ruhe hatte die Vergangenheit ihn wieder eingeholt.
In diesem Jahr hielten wir uns
fast ausschließlich in Krankenhäusern auf.
Aber Motorradrennen ist er an den Wochenenden
trotzdem weiter gefahren. Trotz unerträglicher Schmerzen
und ausgestiegenem linken Bein immerhin noch
neunter Platz in der Deutschen Seriensport-Meisterschaft!

1. Januar 1997 - 31. Dezember 1997
Geschäftsleitungssekretärin
Trips GmbH, Grafenrheinfeld
Nach abgeschlossener Chemotherapie sollte das Leben
wieder normal weitergehen. Tat es aber nicht.
Auch 1997 ist Raphael noch drei Rennen gefahren, u. a.
die 1000 Kilometer Hockenheim
Dummerweise  ist sein Partner Andi in der letzten Runden gestürzt,
konnte aber weiterfahren. So reichte es leider nur zu
Platz zehn. Ohne den Ausrutscher wären sie vierter geworden.

seit 1. Januar 1998
auf eigenen Wunsch ohne Beschäftigung
Händeringend sind wir quer durch Deutschland gefahren,
um einen Arzt zu finden, der sich bereiterklärte,
Raphael noch einmal zu operieren.
In Hammelburg, 30 Kilometer von Schweinfurt entfernt,
wurden wir endlich fündig. Leider zu spät.

26. Mai 1998
Raphaels Tod

Immerhin ist er zu Hause gestorben,
wie er es sich immer gewünscht hatte.
Immerhin hatten wir Zeit, voneinander Abschied zu nehmen,
so daß nichts, aber auch gar nichts ungesagt geblieben ist
und es kein "Hätte ich doch.." gegeben hat.
Trotz aller immerhins:
Etwas schlimmeres, als meine große Liebe zu verlieren,
kann mir in meinem ganzen Leben nicht mehr passieren.
Deshalb habe ich keine Angst mehr vor nichts und niemanden,
kann kommen, was will

März 1999
Umzug nach Gudensberg-Deute

Wo ich von Grete Laaks
eine Eigentumswohnung von 130 qm
in einem alten Bauerhoftrakt gekauft habe
 

Mai 1999
Eine neue Liebe

Eigentlich wollte er in meiner neuen Wohnung nur die Elektrik anschließen...
Aber dann ist er zur Sicherheit gleich geblieben...
 


Wer hat Lust, mit mir zu schreiben ???
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