Dein Wort: erprobte Waffe, bislang nur selten schwach.
Dein Arm: so stark wie immer, nur jetzt wie im Krampf gelähmt.
Dein Auge: eng geschlitzt, weil sichs der Tränen schämt.
Deine Faust: sie öffnet sich, und nur noch Wut ist wach

und greift nach Herz und Lunge. In dir mahlt
der Haß auf alles, was dich bannt
zu handeln und zu töten. Und verbrannt
fühlst du dein Hirn. Von dort aus strahlt

die dunkelrote Hitze hinter deine Lider
fließt lavazäh und glühend weiter in die Glieder
bis sich die Muskeln spannen. Immer wieder

reißt du an Ketten, härter noch als Stahl.
Nicht aus Metall geschmiedet. Langsam fällt die Nacht.
Der Mächtige liegt still, besiegt von stärkerer Macht.

[Macht]  1980
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